Du kennst die Atemübung. Du willst sie üben. Und dann liegst du da und zählst — und bei Runde zwei weißt du nicht mehr, ob das der 28. oder der 31. Atemzug war.
Genau dafür habe ich mir einen Timer gebaut. Er zählt für dich. Du atmest nur noch.
Warum Zählen dich rausholt
Die Atemrunde wirkt erst, wenn du dich fallen lassen kannst. Solange ein Teil von dir mitzählt und auf die Uhr schielt, bleibt dieser Teil wach. Und meistens ist das genau der, der ohnehin nie Feierabend macht.
Im Kurs zähle ich für dich. Zu Hause fehlt dir das — und deshalb schläft die Praxis bei so vielen nach zwei Wochen ein. Nicht aus Faulheit. Es ist einfach anstrengend, gleichzeitig loszulassen und mitzudenken.
Was der Timer für dich tut
- Er zählt deine Atemzüge und sagt dir Bescheid, wenn eine Runde zu Ende ist.
- Er misst deine Retention — die Zeit, in der du nach dem Ausatmen die Luft hältst. Du musst auf nichts schauen.
- Er führt dich durch die Runden. Drei sind voreingestellt, bis zu neun sind möglich.
- Er spricht Deutsch oder Englisch, ein Knopfdruck genügt.
- Er läuft auf deinem Handy, direkt im Browser. Bildschirm aus geht auch.
Keine App, kein Konto, keine Mailadresse. Er ist kostenlos und bleibt es.
So übst du
- Leg dich hin. Auf den Rücken, auf eine Matte oder ins Bett. Mach es dir bequem.
- Starte den Timer und atme mit. Tief ein, locker aus. Nichts pressen, nichts erzwingen — der Timer gibt dir den Takt.
- Lass die Luft raus und halt an. Nicht verkrampfen. Einfach nicht atmen, solange es sich gut anfühlt.
- Wenn der Impuls kommt, atme ein und halte kurz. Der Timer zählt für dich mit.
- Und dann die nächste Runde. Drei sind ein schöner Anfang.
Danach bleib noch liegen. Diese paar Minuten nach der letzten Runde sind für viele das Beste am ganzen Tag.
Das eine, was ich dir mitgeben will
Übe nie im oder am Wasser. Nicht in der Wanne, nicht im See, nicht unter der Dusche.
Bei dieser Atmung kann dir schwindelig werden, manche werden kurz ohnmächtig. An Land ist das harmlos — du liegst ja schon. Im Wasser ist es lebensgefährlich. Beim Autofahren übrigens auch.
Und wenn du eine Herz-Kreislauf-Erkrankung hast, schwanger bist oder Epilepsie: sprich vorher mit deinem Arzt. Das schreibe ich nicht, weil es sich so gehört.
Wie oft?
Am schönsten morgens, vor dem Frühstück, auf leeren Magen. Drei Runden dauern etwa zwölf Minuten. Bleib ein paar Wochen dran, dann spürst du den Unterschied deutlicher als nach einer einzelnen langen Session.
Und wenn du an einem Morgen keine Lust hast — dann lass es. Eine Praxis, die du gegen dich selbst durchsetzt, hält nicht lange.
Wie sich deine Retention über die Wochen entwickelt, hat viel mit deiner CO2-Toleranz zu tun. Dort erkläre ich, warum längeres Anhalten nicht heißt, dass du mehr Sauerstoff hast.
Und wenn du es richtig lernen willst
Ein Timer ersetzt keinen Kurstag. Er hilft dir beim Üben von etwas, das du schon kennst.
Wenn du die Methode von Grund auf lernen willst — mit angeleiteter erster Runde, mit der Eistonne, und mit jemandem, der merkt, wenn du zu viel willst — dann komm zu einem Fundamentals-Kurs. Da machen wir das gemeinsam.
Bis dahin: Der Timer steht hier für dich bereit.